photographers

Ben de Biel

 

wurde 1963 in Dillenburg geboren. Er war 1989 Praktikant bei Rudi Meisel, Agentur Visum in Hamburg, bevor er 1990 nach Berlin zog. Er war Mitbegründer der Diskothek Ständige Vertretung im Tacheles, Mitglied der Experimental-Electro-Band Elektronauten und IM Eimer-Kollektivist. 1998 gründete er den Club Maria am Ostbahnhof. Er lebt und arbeitet als freier Fotograf in Berlin.

 

was born in Dillenburg in 1963. He did an internship with Rudi Meisel at the Visum agency in Hamburg in 1989 before moving to Berlin in 1990. He was a co-founder of the Ständige Vertretung nightclub in Tacheles, a member of the experimental electro band Elektronauten and part of the IM Eimer collective. In 1998 he founded the club Maria am Ostbahnhof. He lives and works as an independent photographer in Berlin.

 

Harald Hauswald

 

wurde 1954 in Radebeul geboren und kam nach der Ausbildung zum Fotografen 1977 nach Berlin. Dort konnte er sich mit der Hilfe von Freunden und Unterstützern dem Druck entziehen, sich in das gesellschaftliche Leben eingliedern zu müssen, und fotografierte den DDR-Alltag während ausgedehnter Touren durch die Stadt. Ab 1981 war er als festangestellter Fotograf für die evangelische Stephanus-Stiftung tätig. Seine Aufnahmen entstanden frei und ohne Auftrag und wurden mit der Hilfe von Oppositionellen und Korrespondenten ab Mitte der 1980er Jahre in westlichen Medien veröffentlicht. Er ist Träger des Bundesverdienstkreuzes und wurde 2006 von der Bundeszentrale für politische Bildung mit dem einheitspreis – Bürgerpreis zur Deutschen Einheit ausgezeichnet.

 

was born in Radebeul in 1954 and, after finishing an apprenticeship in photography, came to Berlin in 1977. Thanks to the help of friends and supporters, he was able to avoid the pressure to have to fit into society; instead, he concentrated on taking pictures of everyday GDR life during extensive excursions throughout the city. In 1981, he began to work as a full-time photographer for the evangelical Stephanus Foundation. All of his photographic work was done independently and on his own initiative; due to the efforts of members of the opposition and correspondents, it began appearing in the western media from the middle of the 1980s. Hauswald is a recipient of the Federal Cross of Merit and received the German Unity Award from the Federal Agency for Civic Education in 2006.

 

Ute Mahler 

 

wurde 1949 in Berka (Thüringen) geboren und schloss 1974 ihr Studium der Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig ab. Als freiberufliche Fotografin machte sie Portraits für verschiedene Zeitschriften und Modeaufnahmen für die Zeitschrift Sibylle. Sie war 1990 Gründungsmitglied der Agentur Ostkreuz, ist seit 2000 Professorin an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg und seit 2005 Dozentin an der Ostkreuzschule für Fotografie in Berlin. Ute Mahler lebt in Hamburg und Lehnitz bei Berlin. Ihre Arbeiten sind in diversen Sammlungen vertreten, u. a. in der Berlinischen Galerie, in der Sammlung F. C. Gundlach und im Deutschen Historischen Museum Berlin. 2014 zeigten die Deichtorhallen Hamburg eine umfangreiche Werkschau der Arbeiten von Ute und Werner Mahler.

 

was born in Berka (Thuringia) in 1949 and completed her photographic studies at the Academy of Fine Arts Leipzig in 1974. She has worked as a freelance portrait photographer for numerous magazines and as a fashion photographer for the magazine Sibylle. She was one of the founding members of the Ostkreuz Agency in 1990, and has been a professor at the Hamburg University of Applied Sciences since 2000 and an instructor at the Ostkreuz School of Photography in Berlin since 2005. Ute Mahler lives in Hamburg and Lehnitz near Berlin. Her work can be found in many collections, including that of the Berlinische Galerie, the F. C. Gundlach Collection, and the German Historical Museum of Berlin. In 2014, the Deichtorhallen Hamburg held an extensive exhibition of works by Ute and Werner Mahler.

 

Hendrik Rauch

 

wurde 1967 in Münster geboren und wuchs ebendort und in Zürich auf. Er kam 1990 nach Berlin, wo er 1992 seine Ausbildung zum Fotografen beim Lette-Verein abschloss. Nach mehreren Jahren als Fotograf, unter anderem für die Stadtteilzeitung scheinschlag, und einem Ausflug ins Ausstellungswesen beim zff – Zentrum für Fotografie, das er mitbetrieb und für das er einige Ausstellungen kuratierte, wurde er 1999 Bildredakteur – zunächst bei der Berliner Zeitung, später beim Handelsblatt, dessen Fotoredaktion er bis Juni 2011 leitete. Seit 2011 arbeitet er wieder als freier Fotograf und Bildredakteur für diverse Magazine und Unternehmen.

 

was born in Münster in 1967 and grew up both there and in Zurich. He came to Berlin in 1990 and completed his photography training at the Lette-Verein in 1992. For several years he worked as a photographer for clients such as the urban newspaper scheinschlag. After an excursion into exhibition management at zff (Zentrum für Fotografie), which he co-ran and for which he curated several shows, he became a picture editor in 1999 – first for the Berliner Zeitung and then for the Handelsblatt, where he directed photo editing until June 2011. He has been working again as a freelance photographer and photo editor for various magazines and businesses since 2011.

 

Philipp von Recklinghausen

 

wurde 1968 in Kempen am Niederrhein geboren. Er kam durch die Flucht vor dem Militärdienst 1989 nach Westberlin und absolvierte bis 1991 eine Fotografenlehre beim Lette-Verein. In den ­Jahren 1991/92 fotografierte er für die Stadtteilzeitung scheinschlag, 1993 war er als einziger Fotograf in der umkämpften bosnischen Enklave Srebrenica und wurde dort zweimal verwundet. Er erhielt für die dort entstandenen Aufnahmen 1994 den Prix Bayeux Calvados des correspondants de guerre und den Preis für jungen Bildjournalismus (AGFA/Bilderberg). Von 1993 bis 1995 war er Mitglied bei der Agentur Ostkreuz und wurde dann Mitbegründer der lux fotografen. Er hat eine Tochter und lebt und arbeitet als freier Fotograf in Berlin.

 

was born in Kempen on the Lower Rhine in 1968. He came to West Berlin in 1989 in order to evade military service, and completed his photography training at the Lette-Verein in 1991. In the years 1991/92 he photographed for the urban newspaper scheinschlag. In 1993 he was the only photographer in the war-torn Bosnian enclave of Srebrenica and was wounded twice. The images he cap­tured there won him the Prix Bayeux-Calvados des correspondants de guerre and the Preis für jungen Bildjournalismus (AGFA/Bilderberg) in 1994. From 1993 to 1995 he was a member of the agency Ostkreuz. He went on to co-found lux fotografen. He has a daughter and lives and works as a freelance photographer in Berlin.

 

Sven Marquardt

 

siehe Gespräche  see Conversations

 

Markus Werner

 

wurde 1970 in Dessau geboren und zog 1979 nach Berlin, wo er an der Schönhauser Allee aufwuchs. Im Jahre 1989 erwarb er seine erste Kamera, von 1993 bis 1995 war er Assistent und Schüler von Ute und Werner Mahler in der Agentur Ostkreuz. Von 1996 bis 2000 leitete er die Fotowerkstatt im Künstlerhaus 188 in Halle. Seit 2000 arbeitet er als freier Fotograf in Berlin, in den Jahren 2001 bis 2003 hielt er sich mehrere Monate in Island auf, wo er gemeinsam mit Judith Hermann ein Foto- und Textbuch für den Fischer Verlag produzierte. Ab 2006 lebte er sechs Jahre lang in Norwegen, seit 2012 arbeitet er wieder als freier Fotograf in Deutschland und lebt in einem Dorf bei Halle. 2016 erschien sein Fotoband Zeit der großen Freiheit (Hasenverlag).

 

was born in Dessau in 1970 and moved to Berlin in 1979, growing up on Schönhauser Allee. He got his first camera in 1989, and from 1993 to 1995 was an assistant and student of Ute and Werner Mahler’s at the Ostkreuz Agency. Be-tween 1996 and 2000 he ran the photographic workshop at Künstlerhaus 188 in Halle. Since 2000 he has worked as a freelance photographer in Berlin. In the period between 2001 and 2003, he spent a number of months in Iceland and, together with Judith Hermann, produced a collection of photographs of the experience for the Fischer Verlag publishing house. Between 2006 and 2012, he lived in Norway, and since late 2012 has once again been working as a freelance photographer in Germany. He lives in a village near Halle. His photo book Zeit der großen Freiheit (Hasenverlag) appeared in 2016.

 

Rolf Zöllner

 

wurde 1953 in Chemnitz geboren. Nach einer Lehre zum Elektrofacharbeiter arbeitete er als Elektromonteur auf Großbaustellen der DDR und von 1978 bis 1987 in einem Institut in Marzahn. Seit 1984 nahm er am Fotozirkel des Kreiskulturhauses Prater im Prenzlauer Berg teil und war von 1988 bis in die Wendezeit als freier Filmfotograf für das Fernsehen der DDR tätig. Seit der Wende arbeitet er als freier Fotograf für zahlreiche Zeitungen und Zeitschriften und hat seine Arbeiten in verschiedenen Büchern veröffentlicht.

 

was born in Chemnitz in 1953. After an apprenticeship, he initially worked as an electrician on GDR construction sites, then, from 1978 to 1987, at an institute in Marzahn. From 1984 he was involved in the Kreiskulturhaus Prater photography group in Prenzlauer Berg. Be­tween 1988 and the early reunification period, he worked as a freelance photographer for GDR national tele­vision. Since then he has worked as an independent photographer for numerous magazines and newspapers. His work has been published in various books.